Kurze Implantate - Short Implants

 

Patienten wünschen sich eine minimal-invasive Behandlung

Erwartungen und Wünsche der Patienten in Bezug auf ihre Zahnbehandlung haben sich mit den Jahren stark verändert. Dies ist besonders deutlich beim Einsatz von Zahnimplantaten. So wünschen sich für eine optimale funktionelle und ästhetische Versorgung zwar zunehmend mehr Menschen Zahnimplantate, gleichzeitig scheuen sie aber aufwändige chirurgische Eingriffe.
Forschung und Wissenschaft in der Implantologie reagieren auf diesen verständlichen Patientenwunsch mit innovativen Entwicklungen und Materialien. Das Stichwort dabei heißt „minimal-invasive“ Behandlung. Darunter versteht man eine langfristig sichere und zuverlässige implantologische Versorgung durch ausgereifte Verfahren, die Knochen und Gewebe maximal schonen und dem Patienten umfangreiche chirurgische Maßnahmen ersparen.


                                     
Vergleich: Ein normales Implantat gegenüber eines Short Implantates

Kurze Zahnimplantate – ohne Knochenaufbau

Grundsätzlich muss für den Einsatz von Zahnimplantaten genügend Kieferknochen  vorhanden sein, um die künstlichen Zahnwurzeln, meist aus Titan, fest und sicher verankern zu können.

Gerade bei älteren Patienten ist der Knochen aber häufig zu dünn bzw. das Knochenangebot unzureichend. Langjährige Zahnlosigkeit oder langes Tragen von Zahnprothesen hat zu fortschreitendem Knochenrückgang geführt; oft besonders ausgeprägt ist der Schwund des Kieferkamms im Unterkiefer.
In diesen Fällen muss vor einer Implantation der Knochen wieder aufgebaut werden. Dafür werden, je nach Ausmaß des Knochenrückgangs, teils umfangreiche chirurgische Maßnahmen notwendig; so wird bei ausgeprägtem Knochenverlust sogar Knochenmaterial aus Beckenkamm oder Wadenbein entnommen oder es muss der Unterkiefernerv verlegt werden. Im Oberkiefer wird der Boden der Kieferhöhlen angehoben, um ausreichend Platz für die Implantate zu schaffen (Sinuslift).

Knochenaufbau umgehen mit kurzen Zahnimplantaten

Um einen chirurgischen Knochenaufbau zu umgehen, bieten kurze Zahnimplantate eine sehr gute Alternative zu den herkömmlichen, längeren Implantaten.
Kurze Implantate oder auch „short implants“, sind schon seit fast 30 Jahren im Einsatz und nur 6-8 mm, die ultrakurze Variante sogar unter 5 mm lang.
Sie können somit auch bei dünnem Knochen und schwierigen Kieferverhältnissen ohne Knochenaufbau gesetzt werden.

Schonender Eingriff und schnelle Einheilung

Geringere Bohrgeschwindigkeiten beim Einsatz von kurzen Implantaten schützen vor Überhitzung des Knochengewebes, die geringere Bohrtiefe schont die Wurzeln der Nachbarzähne. Weil weniger Knochenvolumen benötigt wird, werden zudem anatomische Strukturen, wie die Kieferhöhle im Oberkiefer und der Nerv im Unterkiefer geschont.
Innovative Materialoberflächen der kurzen Implantate gewährleisten eine sehr gute, stabile Verbindung und schnelle Einheilung in den Kieferknochen. Denn neuere Studien haben gezeigt, dass die Stabilität eines Implantats nicht in erster Linie von der Gewindelänge abhängt, sondern von der Fähigkeit in den Knochen einzuheilen; diese wiederum ist u.a. abhängig von Geometrie und Oberflächenbeschaffenheit des Implantats.
Empfohlenes Einsatzgebiet ist besonders die Versorgung des Unterkiefers und hier im Seitenzahnbereich, vor allem bei geringem Knochenangebot bzw. Kieferkammatrophie.
Die Einheilzeit der kurzen Implantate beträgt im Unterkiefer ca. 3 Monate, im Oberkiefer ca. 6 Monate.
Aktuelle Studien belegen, dass kurze Zahnimplantate die gleichen Erfolgsraten wie herkömmliche, längere Implantate erreichen.

Prothetische Versorgung auf kurzen Implantaten  

Auch kurze Implantate erlauben eine prothetische Versorgung mit festsitzendem Zahnersatz für gute funktionelle und ästhetische Ergebnisse. Wichtig für den Erfolg der Implantation und der Langlebigkeit und Belastbarkeit von Implantat und Zahnersatz, ist die Einhaltung prothetischer Richtlinien bei Planung und Umsetzung. Dazu gehören u.a. ein korrektes Kronen-Implantat-Verhältnis und eine perfekte Gestaltung der Kronenoberfläche.

Weitere Vorteile von kurzen Zahnimplantaten

Mit der Vermeidung von chirurgischen Maßnahmen zum Knochenaufbau, entfällt auch das Risiko für damit verbundene mögliche Komplikationen, wie Infektionen, Verletzung der Kieferhöhlen oder des Nervs im Unterkiefer.
Zudem entfällt im Vorfeld eine aufwändige und teure Diagnostik, die Behandlungszeiten sind deutlich kürzer und damit auch die Behandlungskosten geringer.

Kurze Zahnimplantate nur im Seitenzahnbereich? Fragen Sie Ihren Zahnarzt und Implantologen.

Hier finden Sie Zahnärzte / Implantologen die kurze Zahnimplantate anwenden.


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